ESG: Klimarisiken in der Finanzindustrie

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ESG: Was sind die Auswirkungen des Klimawandels auf die Finanzindustrie? Wer ist betroffen?

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Finanzindustrie, besonders für Asset Manager, Banken, Treuhänder und Pensionskassen. Wer fremdes Vermögen verwaltet, hat im Rahmen des Risk Managements eine Pflicht (Fiduciary Duty), Klimarisiken (und Opportunitäten) zu berücksichtigen.

«Auch jenseits rein ökologischer und ethischer Überlegungen müssen Treuhänder von einem finanziellen Gesichtspunkt aus klimabedingte Risikofaktoren in ihrem Investment-Entscheidungsprozess berücksichtigen. Hierüber besteht zunehmend Einigkeit. (...) Der Klimawandel wirkt sich bereits auf die Anlageperformance aus. Treuhänder müssen diese Realität in ihre Anlageentscheidungen integrieren, finanzielle Klimarisiken adressieren und kurz- und langfristige Chancen nutzen. Viele Investoren stellen diese Punkte bereits in den Mittelpunkt ihres Anlageprozesses.» Angel Gurria, Generalsekretär General OECD.

Worin bestehen die finanziellen Klimarisiken?

Klimabedingte Risiken können in zwei Hauptkategorien eingeteilt werden:

  • Risiken im Zusammenhang mit den physischen Auswirkungen des Klimawandels: Überschwemmungen, Hitzeperioden, Dürren, etc.
  • Risiken im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft (CO2-Reduktion). Die Übergangsrisiken werden in Policy- und Rechtsrisiken, Technologierisiken, Marktrisiken und Reputationsrisiken unterteilt.

Stimmen aus der Wirtschaft und von Behörden:

«Das Momentum zur Minderung des Klimarisikos in Portfolios nimmt zu. Eigentümer von. langfristigen Vermögen befürchten extreme Kapitalverluste und/oder "gestrandete" Vermögenswerte (Bestände, die vorzeitig abgeschrieben werden müssen). Gibt es auf dem Markt für Wertpapiere von Unternehmen, die am anfälligsten für physische und regulatorische Klimarisiken sind, bereits einen Discount? Wir haben einen solchen Discount in der Vergangenheit nicht beobachtet - aber können uns einen Discount in der Zukunft vorstellen.» Blackrock

"Die Finanzinstitute können einwenden, dass der Zeitrahmen für die Realisierung dieser Risiken (d.h. der Übergangsrisiken) weit über ihrem Anlagehorizont und der durchschnittlichen Fälligkeit ihrer Bilanzen liegt. Sie können argumentieren, dass ihre Engagements wenn nötig nach und nach angepasst werden können. Meiner Meinung nach ist es illusorisch zu denken, dass, wenn Risiken offenbar werden, jeder in der Lage sein wird, seine Engagements gleichzeitig und geordnet zu reduzieren." François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France

«Es drohen Totalverluste bei Kohle-, Öl- und Gas-Investments.» Wall Street Journal Deutschland

Finanzdienstleister sind mit vielen Fragen konfrontiert:

  • Wie können Klimarisiken quantifiziert werden?
  • Was ist Best Practice in der Schweiz?
  • Worin bestehen die rechtlichen Risiken für Finanzunternehmen?
  • Was sind die regulatorischen Risiken (EU)?
  • Wie ist die regulatorische Entwicklung in der Schweiz?
  • Was sind die ökonomischen Chancen?
  • Legal Risk Management: Was ist konkret vorzukehren? 

MME hat ein Whitepaper "ESG Legal Risk Management - Finanzielle Risiken und Verantwortlichkeit" mit Antworten auf diese Fragen erstellt.

April 2019 | Autor: Dr. Martin Eckert

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