Blockchain-Aktie für Schweizer KMU

Ausserbörsliche Kapitalbeschaffung, digitale Aktie, Token Generating Event (TGE)

MME und Swisscom digitalisieren Schweizer Aktien mit Hilfe der Blockchain-Technologie. Damit eröffnen sie nicht börsenkotierten Unternehmen einen einfachen und günstigen Zugang zum Kapitalmarkt. Die Applikation des neu gegründeten Joint Ventures daura AG wird noch 2018 lanciert. Die Digitalisierung erlaubt es, viele Geschäftsvorgänge bequemer und effizienter zu tätigen. Bis anhin gab es jedoch noch keine überzeugende Lösung für die Kapitalbeschaffung für KMUs und Start-ups. Für sie ist der Kapitalmarkt nur schwer zugänglich, weil ihre Aktien nicht liquide sind. Die Investorensuche gestaltet sich folglich schwierig. Zudem sind Kapitalbeschaffungstransaktionen aufgrund der notwendigen Formalitäten kompliziert, ineffizient und teuer.

Aus digitalswitzerland challenge entstanden

Darauf, dass das auch einfacher, schneller und günstiger geht, hat der Fintech Roundtable im Rahmen der digitalswitzerland Challenge 2017 gewettet. MME und Swisscom haben die angestrebte Lösung umgesetzt: eine digitale Aktie auf der Blockchain, die weltweit, einfach, günstig und rechtswirksam übertragen werden kann. Heute hat das Wettbewerbsteam die daura-Applikation für die Ausgabe und Registrierung von digitalen Aktien beim Abschluss der digitalswitzerland challenge 2017 präsentiert.

MME und Swisscom gründen Joint Venture daura AG

Die Plattform wird aktuell getestet. Die von der Swisscom und MME gegründete daura AG wird 2018 ein voll funktionsfähiges Aktienemissions- und Aktienregistrierungs-System lancieren. Daura garantiert die weltweite, sichere Übertragung von Schweizer Aktien und deren Registrierung auf der Blockchain. Die sogenannten Crypto Shares ermöglichen nichtgelisteten Firmen den Zugang zum Kapitalmarkt. Alle rechtlichen Funktionen der Aktien, wie das Ausüben des Stimmrechts, werden in einem Smart Contract abgebildet.

Vorteile der Blockchain nutzen

Blockchain ist die digitale und verteilte Speicher-Technologie, die alle Transaktionen erfasst, ohne dass ein Vermittler benötigt wird. Die grossen Vorteile sind: Transparenz, schnellere Transaktionen, geringere Transaktionskosten und Dezentralisierung. Unternehmensanteile können mittels eines Anlage-Token im Rahmen eines Token Generating Event (TGE) generiert werden. Für eine Finanzierungsrunde werden dabei die Token durch ein Blockchain-basiertes Programm mit einem bestimmten Volumen an einen Investorenkreis ausgebeben. Rechtlich gesehen werden dabei Aktien als Wertrechte ausgegeben, welche durch die Verwendung einer elektronischen Signatur einfach und rechtsgültig übertragen werden.

 

9. April 2018

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Aus dem Magazin

Robo Advisor

Im Anlageberatungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft stand bislang die persönliche Beratung durch den Finanzdienstleister im Vordergrund. Im Zuge der omnipräsenten Digitalisierung erlebt auch dieser Bereich gerade den Anbeginn eines neuen Zeitalters. Banken, Effektenhändler, Vermögensverwalter, Anlageberater und aber auch Software-Entwickler, oftmals Start-ups, bieten ihren Kunden vermehrt durch künstliche Intelligenz gesteuerte Dienstleistungen an. Der sogenannte „Robo-Advisor“, der in automatisierter und auf Algorithmen basierender Weise Anlageempfehlungen ermittelt und ggf. auch Anlageentscheidungen für den Kunden trifft und ausführt, erschliesst spannende neue Geschäftsmodelle mit nicht unwesentlichem Skalierungspotenzial. Gerade auch im Bereich von virtuellen Vermögenswerten („Virtual Assets“) spriessen derartige Anwendungen derzeit aus dem Boden. Der Einsatz derartiger Software bringt aber in einem hochregulierten Bereich wie dem Finanzmarkt aus regulatorischer Sicht viele teilweise noch ungeklärte Fragen mit sich. Je nach Ausrichtung des Angebots und des Geschäftsmodells bedürfen Anbieter derartiger Dienstleistungen eine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht („FINMA“) bzw. den Anschluss an eine Aufsichtsorganisation („AO“) oder eine Selbstregulierungsorganisation („SRO“). Der vorliegende Beitrag legt die Grundzüge der relevanten finanzmarktrechtlichen Regulierung sowie der heute offenen Fragenstellungen dar.

Parlament ebnet Weg für Blockchain

Die Schweiz soll sich als Standort für Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie (DLT) weiterentwickeln können. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat Gesetzesänderungen zugestimmt, die die Rahmenbedingungen für diese Industrie verbessern sollen.

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